Begegnungsprojekte stellen sich vor

Gemeinsam unsere (Welt-)Gesellschaft gestalten

Wann: 8. September 2018 von 14 Uhr bis 18 Uhr
Wo: Bürgerhaus am Schlaatz, Schilfhof 28, 14478 Potsdam

Was: Junge Erwachsene aus Tansania, Deutschland, Bolivien und den Philippinen werden darüber berichten, wie die internationalen Begegnungen ihr Leben bereichert haben. Sie reflektieren darüber, was sie über globale Themen wie Ernährung, Gerechtigkeit, Kinderarbeit und Migration gelernt haben, was dieses Wissen in ihrem Alltag verändert hat und was sie heute tun, um unsere (Welt-)Gesellschaft gemeinsam zu gestalten.
An verschiedenen Tischen kommen die Ländergruppen mit Besucher*innen ins Gespräch darüber, wie sich ihr Leben in den letzten sieben Jahren verändert hat, welchen Herausforderungen sie sich stellen mussten und was sie motiviert hat, sich langfristig für eine gerechtere Welt zu engagieren.
Vorgestellt wird auch ein neues Bildungsmaterial, welches die internationale Gruppe 2017/2018 gemeinsam erarbeitet hat. In den vier Ländern sammelten die Teams Antworten auf gesellschaftliche Fragen zum Umgang mit Diskriminierung, Privilegien und globaler Gerechtigkeit und möchten diese Fragen auch mit den Besucher*innen der Veranstaltung diskutieren.

Schulpartnerschaft Vicco- von - Bülow-Gymnasium Falkensee – Hamamni Sekundarschule Sansibar Stadt

Im Juni werden die Schüler*innen aus Falkensee und Sansibar-Stadt die Diskussionen zum Thema Armut und Reichtum fortsetzen, die 2017 im Mittelpunkt der Begegnung in Tansania standen. Schwerpunkt 2018 sind Handlungsoptionen, positive Beispiele dafür, wie Menschen im Globalen Norden und im Globalen Süden ihre Gesellschaft (fair)wandeln und gestalten. Ziel ist es, eigene Ideen zu entwickeln wie sich die Teilnehmenden aus Tansania und Deutschland selbst einbringen können, um ihre Gesellschaft und unsere EINE Welt gemeinsam gerechter zu gestalten. Ob und wie Ihnen das gelungen ist, werden Sie berichten.
 
Wer: Teilnehmende an internationalen Begegnungsprojekten 2011 bis 2018 aus Brandenburg, Sansibar, Palawan und El Alto sowie Schüler*innen der Schulpartnerschaftsgruppe Falkensee

Um besser planen zu können, würden wir uns über eine Anmeldung bis zum 1. September 2018 freuen:
globaleslernen@raa-brandenburg.de
Birgit Mitawi
Globales Lernen
RAA Brandenburg
Zum Jagenstein 1 | 14478 Potsdam

Telefon:  (0331) 74780-25 | Fax: (0331) 74780-20
www.raa-brandenburg.de | www.brebit.org
Bitte unterstützen Sie unsere Projekt in Tansania und unsere Jugendbegegnungen:
www.betterplace.org/de/projects/3989-schatze-schutzen

Aktuelle Projekte 2018

Partnerschaft lebendig gestalten: Bülow-Gymnasium – Hamamni Sekundarschule

Vom 14. Juni bis zum 5. Juli kommen zum zweiten Mal Schüler*innen und Lehrkräfte der Hamamni Schule in Sansibar zu einem thematischen Austausch nach Falkensee.
Am Vicco-von-Bülow-Gymnasium werden sie die Diskussionen zum Thema Armut und Reichtum fortsetzen, die 2017 im Mittelpunkt der Begegnung in Tansania standen. Schwerpunkt 2018 sind Handlungsoptionen, positive Beispiele dafür, wie Menschen im Globalen Norden und im Globalen Süden ihre Gesellschaft (fair)wandeln und gestalten. Ziel ist es, eigene Ideen zu entwickeln wie sich die Teilnehmenden aus Tansania und Deutschland selbst einbringen können, um ihre Gesellschaft und unsere EINE Welt gemeinsam gerechter zu gestalten.
Beraten, begleitet und unterstützt wird dieser Schüler*innenaustausch durch die Promotorin für Globales Lernen der RAA sowie durch zwei Engagierte aus dem Partnerverein in Tansania Twende Pamoja Zanzibar. Beide Vereine begleiten die Schulen seit 2016 als diese sich im Rahmen einer ENSA-Anbahnungsreise kennenlernen.

StadtLandGeld 2.0: Von der Teilnehmer*in zur Gestalterin

2010 entstand aus einer Kooperation von drei Brandenburger Vereinen (RAA Brandenburg, GSE, Carpus) die Ausstellung StadtLandGeld. Diese porträtierte 43 Kinder und Jugendliche aus 4 Städten auf 4 Kontinenten (Potsdam/Deutschland, El Alto/Bolivien, Sansibar Stadt/Tansania, Puerto Princesa/Philippinen).
Aus der Ausstellung entwickelte sich ein mehrjähriges Begegnungsprojekt mit einer Kerngruppe, die sich in allen vier Städten zwischen 2011 und 2016 (2011: Potsdam, 2012: Sansibar Stadt, 2014: El Alto, 2016: Puerto Princesa) traf und dort gemeinsam an verschiedenen Aspekten von globaler Gerechtigkeit arbeitete.
2017 nahmen die Brandenburger Teilnehmenden das Heft in die Hand und machten sich in 2er Teams in die drei Länder des Globalen Südens auf, um die 2010 interviewten Kinder und Jugendlichen sieben Jahre später erneut zu befragen. Die jungen Erwachsenen haben im ersten Projektteil in kleineren, gemischten Gruppen in Bolivien, auf den Philippinen und in Tansania Folgeinterviews  zu dem Ausstellungsprojekt von 2010 geführt.
Die kleinen Teams fokussierten dabei auf die Frage, wie sich das Leben der interviewten jungen Menschen in diesen sieben Jahren entwickelt hat, worin die gesellschaftlichen Hindernisse bestanden, was sie bestärkt und was sie blockiert hat. Armut und Reichtum, Privilegien und Diskriminierung sowie gesellschaftliche – globale wie lokale – Machtverhältnisse im Allgemeinen standen hier zur Debatte. Entlang dieser Themen arbeitet das deutsche Team die Interviews für ein Bildungsmaterial auf.
2018 ist eine Begegnung in Deutschland geplant, in der im internationalen Team Workshops für Brandenburger Schüler*innen zu diesen Themen geplant und umgesetzt werden. Über Ihre Erfahrungen werden die jungen Erwachsenen aus den vier Ländern im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung informieren. (Siehe Ankündigung für den 8. September oben)

  

Schätze schützen

2018 konnten mit Spenden vom Leibnitz-Gymnasium Potsdam die Bilbiothek und die Laborräume der Mtopeposchule  in Sansibar besser ausgestattet werden. Es wurden 387 neue Bücher gekauft und Laborgeräte sowie Chemikalien. Außerdem wurde eine Erstausstattung für die Einrichtung eines Volleyballplatzes angeschafft. Damit wurden in Eigeninitiative der Schule mit Unterstützung aus Potsdam Voraussetzungen dafür geschafft, dass das an dieser Schule jetzt auch Sport zum Unterrichtsfach werden kann. Das ist in Sansibar bisher erst die Ausnahme. Ein neues Gesetz fordert die Schule auf, Sport anzubieten, die Grundlagen dafür werden allerdings nicht mitfinanziert.
Die Ausstattung unserer Partnerschulen mit Büchern und Laborgeräten soll an dieser Stelle weitergeführt werden.
Rückblick. Was bisher gemeinsam erreicht wurde!  
Anfang 2017 haben viele Freundinnen und Freunde der Projekte mitgeholfen, Geld zu sammeln, für den Transport eines Ultraschallgerätes nach Chukwani für das dortige Frauengesundheitszentrum. Tobi, der 2014 selbst Projektteilnehmer war, ist jetzt Arzt und hat das Gerät gespendet. Mehr dazu auf der Webseite von betterplace, die wir seit 2010 nutzen, um der Projekte unsere Partner_innen in Sansibar dabei unterstützen, ihre SCHÄTZE ZU SCHÜTZEN.
In Bambi ist das Schulgebäude jetzt mit Fenstern und Toren ausgestattet, um Computer, Bibliothek und naturwissenschaftliche Labors zu schützen. In Chukwani verhindert eine Mauer, dass der Schulgarten von Nachbarn als Müllhalde benutzt wird oder deren Ziegen im Schulgarten fressen. SCHÄTZE SCHÜTZEN heißt auch Werterhaltung. So wurde die Mehrzweckhalle auf dem Schulgelände von Chukwani wieder voll nutzbar gemacht für größere Veranstaltungen, Prüfungen, Wettbewerbe und Ausstellungen.
Noch sind Bücher kein selbstverständlicher Teil des sansibarischen Alltags sondern Schätze besonderer Art.
Mit der Einrichtung der Bibliotheken an unseren Partnerschulen hat ein Prozesses begonnen, den wir mit diesem Projekt und ihrer Unterstützung begleiten möchten.
Die Aktualisierung und Erweiterung der Bibliotheken ist eine Daueraufgabe für unsere Partner_innen, denn jedes Jahr gibt es viele neue Erkenntnisse, neue Bücher und damit die Notwendigkeit, den Bücherbestand zu ergänzen.

Über den Stand des Projektes können Sie sich auf der Spendenplattform betterplace informieren. Sie können dort für dieses Projekt Fürsprecher_in werden oder Unterstützer_in.

mehr Informationen

 

  

Fotoausstellung: "Hinter Sonne, Stand und Meer"

Drei Schüler/innen, sechs Studierende, eine Lehrerin und die RAA Projektleiterin recherchierten gemeinsam mit Lehrer/innen aus Sansibar, ob Menschen in Sansibar die Millenniumsziele kennen und ob sich in ihrem Alltag etwas verändert hat seit jenem September 2000.

Sie besuchten verschiedene Dörfer und lernten dort unterschiedliche Menschen kennen. Sie haben mit ihnen gesprochen, sie beobachtet, mit ihnen zusammen gearbeitet und für einige Tage ihren Alltag geteilt. Was sie während ihres Aufenthalts auf Sansibar erfahren haben, zeigen die Bilder der Fotoausstellung "Hinter Sonne, Strand und Meer".

Sie können diese Ausstellung ausleihen!

  

Begegnungen mit Sansibar

Das Programm „Begegnungen mit Sansibar“ der RAA Brandenburg setzt auf persönliche Begegnungen in Deutschland und in Tansania, legt Wert auf eine umfangreiche partizipative Vor- und Nachbereitung sowie auf die Auseinandersetzung mit  eigenen und  fremden kulturellen Prägungen und Praktiken. Die Ergebnisse dieser Arbeit fließen ein in Bildungsmaterialien, die auch den Teilnehmenden als späteren Multiplikator_innen helfen, differenziert zu entwicklungspolitischen Themen Stellung zu nehmen und zu handeln.
Nachhaltig an dieser Arbeit ist die Verzahnung von Bildungsarbeit in Nord und Süd mit Begegnungen und Projekten der Entwicklungszusammenarbeit, das Gestalten und das Entwickeln von Partnerschaften. Wir haben gelernt, dass Partnerschaft wachsen muss, dass sie Teil und Ergebnis eines gemeinsamen Weges ist, den wir seit 25 Jahren zusammen gehen. Die Gestaltung von Partnerschaften und Süd-Nord-Schulkontakten langfristig und nachhaltig zu unterstützen und zu begleiten, hat sich im Prozess der Projekte als eine zentrale Aufgabe herausgebildet. Dabei hat sich gezeigt, dass es sehr mühsam ist, Globales Lernen fest in den Schulalltag zu integrieren und/oder im Schulprofil zu beschreiben. Wir haben in diesem Bereich immer wieder Impulse gesetzt, Interesse aufgegriffen und Kontakte vermittelt.